Dämmerung – Die fließende Grenze zwischen Tag und Nacht

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sind magische Momente im Tagesverlauf. Jedoch auch die Zeit davor und danach hat eine besondere Qualität. Die Stunden der Dämmerung ist für Naturliebhaber, Fischer und Fotografen interessant. Das morgendliche Konzert der Vögel fällt auch in diese Zeit.

Man unterscheidet drei verschiedene Arten der Dämmerung, je nach dem Grad der Dunkelheit.

Bürgerliche Dämmerung
Das Lesen im Freien ist ohne Kunstlicht bequem möglich. Die Sonne steht höchstens 6 Grad unter dem Horizont.
Am Abendhimmel erstrahlen die ersten Gestirne. Besonders die hellen Planeten Venus und Jupiter aber auch manche der hellsten Sterne wie Sirius sind bereits sichtbar.

Nautische Dämmerung
Der Horizont (Kimmlinie) ist noch/schon erkennbar und weitere Sterne sind sichtbar anhand derer die Möglichkeit zur nautischen Navigation besteht. Nun erreicht die Sonne einen Tiefenwinkel bis 12 Grad.

Astronomische Dämmerung
Die dunkelste Dämmerungsphase. Nun sind bereits fast alle Sterne zu sehen. Am Ende bei einem Tiefenwinkel von 18 Grad ist die maximale Dunkelheit erreicht.
Infolge zahlreicher irdischer Beleuchtungsquellen ist vielerorts nach dem astronomischen Dämmerungsende kein völlig schwarzer Nachthimmel zu erleben, diese Aufhellung wird auch als Lichtverschmutzung bezeichnet.

Die Dämmerungsdauer ist je nach Jahreszeit unterschiedlich.

Am Beispiel vom 20.06.2018 ergibt das folgende Zeiten:

Nautische Dämmerung (03:13)
Bürgerliche Dämmerung (04:12)
Sonnenaufgang (04:53)
Tageslicht
Sonnenuntergang (20:58)
Bürgerliche Dämmerung (21:40)
Nautische Dämmerung (22:38)

Diese Zeiten und viele weitere Fakten lassen sich hier abrufen.
https://www.timeanddate.de/sonne/oesterreich/wien
https://www.timeanddate.de/astronomie/oesterreich/wien

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Spuren lesen Teil 2 – Der Biber

Der Biber bietet einem Anfänger im Spurenlesen interessante Möglichkeiten eine Vielzahl an Spurzeichen zu entdecken. Am Auffälligsten und sehr häufig sind die Nagespuren zu sehen. Der Biber als reiner Pflanzenfresser frisst die Zweige und die Rinde der von ihm gefällten Bäume. Auch Trittsiegel sind im Schlamm sehr gut zu sehen.

Trittsiegel und Nagespuren

Die Wohnbauten der Biber sind in die Uferböschung gegraben. Die Eingänge in die Bauten liegen meist unter dem Wasserspiegel. Ist das Ufer sehr flach, werden Äste aufgeschichtet um den Bau abzudecken. Das nennt sich Mittelbau. Die berühmten Biberdämme habe ich bislang nur im Fernsehen gesehen. Auch die Biberpfade, Biberrutschen, sind sehr auffällig. Hier kommt auch der Geruchssinn ins Spiel, denn man kann hin und wieder das Bibergeil riechen. Dessen auffälliger, aber nicht unangenehme Geruch dient zu Abgrenzung der Reviere.

Wohnbauten, Biberpfade

Jetzt ist doch schon eine Menge zusammengekommen. Nagespuren, Trittsiegel, Wohnbauten, Wechsel und Geruch. So viele Spuren habe ich noch von keinem anderen Tier entdeckt. Fehlt noch die Losung. Das wird nicht so leicht – meist kotet der Biber im Wasser.

Zum Biber gibt es eine Menge Quellen im Netz. Stellvertretend liste ich hier einmal ein paar auf.
Artikel Wikipedia, Biberspuren erkennen und eine weitere sehr umfangreiche Quelle zu Biberspuren.

Die Biberfotos sind selbst fotografiert, allerdings lebt der Biber in einem Freigehege in der Lobau.

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Spuren lesen Teil 1 – Begriffe

Diesen Winter habe ich begonnen mich mit dem Thema Spuren lesen zu beschäftigen. Ich möchte meine ersten Erkenntnisse mit euch teilen.

Trittsiegel oder Fährte – Bald wissen wir es.

Spuren lesen – Begriffe

Das, was wir oft als Spur bezeichnen, ist eigentlich ein Trittsiegel oder eine Fährte.
Daher, allem voran, eine Unterscheidung dieser Begriffe.

Spur / Spurzeichen
Bei der Spur kann es sich um alles handeln was uns einen Hinweis gibt, ob sich Tier oder Mensch hier aufgehalten oder bewegt haben.

– Trittsiegel oder Fährte
– Pässe, Wechsel, Ausstiege
– Wohnbauten, Lager
– Fraßplätze,  Fraßspuren
– Gerüche
– Exkremente, Losungen
– Reviermarken
– Gewölle, Speiballen
– Häute, Hüllen, Skeletteile

Trittsiegel
Ein Trittsiegel ist der Abdruck der Extremität eines Wirbeltieres in weichem Untergrund.

Fährte
Die Fährte sind mehre Trittsiegel hintereinander.

Man sieht nur das, auf was man achtet
Es braucht schon etwas Aufmerksamkeit um, neben der Orientierung und der Freude an Pflanzen und Tieren denen wir am Weg begegnen, die ersten Spurkennzeichen zu entdecken.
Sobald wir in der Lage sind diese Anzeichen zu erkennen, kann man sich folgende Fragen stellen.

Welcher Tierart ist diese Spur zuzuordnen?
Anzahl der Tiere die vorbeikommen?
In welche Richtung ging das Tier?
Gangart / Geschwindigkeit des Tieres?
Welches Geschlecht hat das Tier?
Wann kam das Tier vorbei?
Welches Alter hat das Tier?

Zu allerletzt die allgemein bekannte Tatortfrage: Was ist hier geschehen? – Die Spuren erzählen eine Geschichte.

Wozu das alles?
Allem voran, weil es Spaß macht. Auch verbessert es die Wahrnehmung in der Natur. Tierfotografen werden auf jeden Fall profitieren und so vielleicht einem Tier folgen können oder sich an der richtigen Stelle auf die Lauer legen.

Hinter den Kulissen

Als nächstes gibt es einiges vom Biber zu sehen.

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